Struwen – Traditionelle Hefepfannkuchen aus dem Münsterland

Struwen – Traditionelle Hefepfannkuchen aus dem Münsterland

Foto: Traditioneller Struwen © André Karwath aka, Quelle Wikipedia, Lizenz CC Creative Commons

Struwen sind kleine Hefepfannkuchen mit Rosinen. Die Spezialität aus dem Münsterland wird traditionell am Karfreitag gegessen.

Geschichtlicher Hintergrund

Möglicherweise existierte eine Frühform der Struwen schon vor 1000 Jahren. Im Jahr 1090 verwendete der Bischof Erphos von Münster das Wort „struva“ in einer Urkunde, die an das Damenstift Freckenhorst gerichtet war. Der Begriff taucht im Zusammenhang mit einem besonderen Abendessen auf, das die Nonnen an hohen Feiertagen bekommen sollten. Obwohl der Bischof nicht näher auf die Zutaten dieser Speise eingegangen ist, vermuten Sprachforscher, dass es sich um eine Vorform der heutigen Struwen handeln könnte. Das Wort „struva“ stammt aus dem Altsächsischen, das eine Vorform des Plattdeutschen ist. Der heutige Begriff „Struwen“ meint etwas Gekräuseltes oder Krauses. Er ist verwandt mit „strubbelig“ oder „sich sträuben“ und kommt außerdem im Namen der Figur Struwwelpeter mit den wilden Haaren vor.

Traditionelles Rezept für Struwen

Die angegebene Menge reicht für vier Personen. Dies ist das Originalrezept, daneben existieren Varianten mit Äpfeln statt Rosinen oder mit Ersatzprodukten für Veganer oder Allergiker. Manche bestreuen ihre Struwen gerne mit Zimt und Zucker bestäuben sie für die Optik mit Puderzucker.

500 Gramm Mehl
380 Milliliter Milch
40 Gramm Hefe
2 Esslöffel Zucker
125 Gramm Rosinen
1 Ei
½ Teelöffel Salz
Etwas Fett für die Pfanne

Zunächst die Milch auf zirka 40°C erwärmen. Ein wenig davon mit der Hefe anrühren. Anschließend alle Zutaten mischen, inklusive der angerührten Hefe. Den Teig in der abgedeckten Schüssel mindestens eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Danach das Fett in einer Pfanne erhitzen und kleine Pfannkuchen mit ungefähr zehn Zentimetern Durchmesser backen. Vorsicht: Die Struwen brennen leicht an! Deshalb genügend Fett verwenden und die Pfanne im Auge behalten. Guten Appetit!

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