Siegfried von Xanten, der Drachentöter

Siegfried von Xanten, der Drachentöter

Foto: Wandrelief Siegfried in Xanten © Fotolia, etfoto

Im ersten Teil des Nibelungenliedes spielt Siegfried von Xanten die wichtigste Rolle. Er ist die wohl bekannteste Sagengestalt des Mittelalters und gilt als der unverwundbare Held, der dem Verrat seiner Getreuen zum Opfer fiel.

Gemäß der alten Sage verbrachte Siegfried seine Jugend in Xanten, verließ dann den elterlichen Hof um Prinzessin Kriemhild aus Burgund zu werben. Auf dem Weg an den Hof in Worms, muss Siegfried viele Abenteuer bestehen, bevor in Worms, am Hofe von Kriemhilds Bruder Gunter dessen Vassal werden kann. Berühmt wurde er, da er einen Drachen tötete und in dessen Blut badete. Die machte ihn bis auch eine kleine Stelle zwischen den Schulterblättern, unverwundbar. Diese blieb, da ein Lindenblatt darauf gefallen war, vom Drachenblut unbenetzt. Des Weiteren erlangt er den Besitz des Nibelungenkönigs, nachdem er diesen samt Söhnen und Gefolge mit dem Schwerte getötet hatte. Selbst den Zwerg Alberich, den Hüter des Schatzes, hatte er im Zweikampf getötet.

Siegfried eilt der Ruf eines unbezwingbaren Kämpfers voraus. Trotzdem unterstellt er sich dem leicht zu beeinflussenden und unsicheren Herrscher Gunter und wird für diesen zum unverzichtbaren Berater und Heerführer. Auch bei der Werbung um die isländische Braut Brunhild unterstützt Siegfried seinen Gebieter listenreich und erhält zum Dank Kriemhild zur Frau. Mit ihr lebt er einige Jahre in Xanten am elterlichen Königshofe.

Während eines Besuchs in Worms kommt es zum Machtkampf zwischen Kriemhild und Brunhild. Hagen von Tronje, ein Berater Gunters, initiiert einen Verrat an Siegfried, in den das ganze Haus Burgund verwickelt ist. Von Kriemhilde erfährt Hagen von der verwundbaren Stelle Siegfrieds. Während Siegfried sich nach einer Jagd gebückt an einer Quelle labt, durchbohrt Hagen ihn hinterrücks mit dem Speer und ermordet ihn auf diese heimtückische Art.

Bis heute hat die Sage um den unbesiegbaren Helden Siegfried und die Nibelungen nichts an Faszination eingebüßt.

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