Woll, Hömma und Schmackes – Wie das Sauerländer Platt weiter lebt!

Woll, Hömma und Schmackes – Wie das Sauerländer Platt weiter lebt!

Foto: Oma und Enkelin © itsmejust - fotolia.com

Immer weniger Menschen im Sauerland sind in der Lage, sich im typischen Sauerländer Platt zu verständigen. Viele Sprachwissenschaftler sind der Ansicht, dass die sauerländische Mundart noch in diesem Jahrhundert aussterben kann, wenn nicht kulturell gegen gesteuert wird. In einigen Schulen im Sauerland werden beispielsweise Plattdeutsche Lesewettbewerbe organisiert, bei denen auch die junge Generation an das Plattdeutsch herangeführt wird. Viele Kinder haben mächtig Spaß daran, ungewohnt klingende Wörter mit der Zunge zu ertasten und etwas über die Geschichte ihrer Region zu erfahren.

Wie wird das Sauerländer Platt am Leben erhalten?

Neben speziellen Mundart Wettbewerben für Schüler sorgt vor allem der Trägerverein Mundartarchiv Sauerland dafür, dass die sauerländische Mundartliteraturgeschichte nicht in Vergessenheit gerät. Der Verein hat bereits mehrere Publikationen zum Thema Sauerländer Platt herausgegeben, in denen Interessierte in „Vokabeln“ der plattdeutschen Mundart stöbern und gleichzeitig Spannendes über Land und Leute ihrer Heimat erfahren können. Mit „Do biste platt“ gibt es eine regionale Radiosendung, die ausschließlich in der Sauerländer Mundart gesendet wird.

Fazit: Zwar sprechen heute nicht mehr viele Menschen das Sauerländer Platt, doch durch einige lokale Projekte und Vereine wird der Dialekt am Leben erhalten. Dabei kommt vor allem den Platt Projekten in der Schule eine große Bedeutung zu. Denn Sprache kann nur weiter leben, wenn sie auch von der nächsten Generation gesprochen wird. Woll?!

Bildnachweis:

  • Oma und Enkelin: © itsmejust - fotolia.com