Die sonnengelben Felder Westfalens

Die sonnengelben Felder Westfalens

Foto: Rapsfeld © Thomas Reimann, REIMEDIA

Die Temperaturen werden milder, beim Autofahren werden die Fenster heruntergekurbelt und ringsumher erstrecken sich die sonnengelben Felder: Es ist Frühlingszeit!

Nachdem der Raps im vorherigen Spätsommer auf die Felder gesät wurde und den kalten Winter überstanden hat, feiert er seine Prachtzeit im Mai. Die Blütezeit der Rapsfelder dauert, je nach Witterung, über zwei bis fünf Wochen an und laden nicht nur Fotografen oder Spaziergänger in die Landschaften Westfalens ein. Besonders die Bienen freuen sich über den leckeren Nektar, den die Rapspflanze jedes Jahr hervorbringt. Die frische Brise, die im Frühling weht, hilft der Honigbiene tatkräftig beim Bestäuben der massigen Rapsfelder. Im Juli wachsen aus den Blüten kleine Schoten mit schwarzen und gelben Kernen. Für die Gewinnung von Rapsöl oder Margarine werden nur die gelben Samen verwendet, denn die schwarzen enthalten Bitterstoffe.

Allrounder in der Küche

Mit dem geringen Gehalt an Cholesterin und den vielen ungesättigten Fettsäuren, ist das meist hellgelbe Rapsöl in der Küche nicht mehr wegzudenken. Die Supermärkte bieten kaltgepresstes sowie raffiniertes Rapsöl an, doch welches ist am Besten? Die Antwort: Beide! Das kaltgepresste Öl ist ideal für die Zubereitung von Lebensmitteln, die keine Hitze benötigen. Der nussige Geschmack des kaltgepressten Rapsöls macht sich besonders gut in Aufstrichen, Salaten und Dips. Wer den Eigengeschmack nicht mag, muss trotzdem nicht auf Rapsöl verzichten. Das raffinierte Öl ist Geschmacksneutral und durch die Hitzebeständigkeit von 180° hervorragend geeignet zum Braten von Fleisch oder Gemüse und zum Herstellen von Backwaren. Damit man auch noch Monate nach Anbruch Freude am Rapsöl hat, empfiehlt es sich dies dunkel und kühl zu lagern.

Bildnachweis:

  • Rapsfeld: © Thomas Reimann, REIMEDIA