Die lederne Brücke bei Arnsberg

Die lederne Brücke bei Arnsberg

Foto: Arnsberg Schlossruine © Thomas Reimann, REIMEDIA

Die Geschichte soll sich zu Anfang des 13. Jahrhunderts abgespielt haben und beflügelt noch heute die Fantasie und Pläne für eine Rekonstruktion der Brücken bestehen bereits.

Angeblich hatte der Teufel aus Dankbarkeit die lederne Brücke für den Burgherrn der Rüdenburg, Konrad, errichtet, damit dieser mit seiner Familie und dem Hofstaat nicht in die Hände der Feinde falle.

Auf dem Schlossberg Arnsberg befand sich die Burg der Arnsberger Grafen und auf der anderen Seite des Tales war das Schloss der Rüdenberger errichtet. Die Familien waren eng befreundet und ihrer Kinder verlobt.

Am späten Abend, als Konrad nach einer aufregenden Jagd auf dem Heimweg war und die Nacht bereits stockfinster war, stand unvermittelt ein unheimlich wirkender Fremder vor ihm. Dieser fragte wohin der Weg denn führe, da ihm dieser Wald unbekannt sei. Konrad lud kurzerhand den Fremden ein, die Nacht auf der Burg zu verbringen. So kam der Unheimliche mit und bei guter Speis und süffigem Weine war die ganze Jagdgesellschaft bester Stimmung. Als es Mitternacht schlug, erhob sich der Gast, dankte und verabschiedetet sich mit den Worten: „Deine Gastfreundschaft wird sogar in der Hölle wohl geschätzt.“ Mit Blitz und Donner verschwand er und Konrad wurde klar, wem er da seine Gastfreundschaft gewährt hatte.

Als nun feindliche Heerscharen die Rüdenburg einzunehmen suchten, wollte Konrad seiner geliebten, hübschen Tochter Agnes es ersparen, in feindliche Hände zu fallen und dabei ein grausames Schicksal zu erleiden. So machte er sich unter Tränen daran, sie zu töten. Just in diesem Augenblick gewahrten die Rüdenburger, dass eine lederne Brücke die Schlucht zwischen ihrer Burg und Schloss Arnsberg überspannte. Auf dieser konnten die Burgbewohner glücklich vor den Angreifern in das Schloss zu Agnes Verlobten, dem Grafen Gottfried, fliehen. Konrad war überfroh und dem Teufel dankbar, seine geliebte Tochter sowie den gesamten Hofstaat gerettet zu haben und Agnes konnte glücklich in Gottfrieds Arme sinken.

Weitere Informationen: https://www.sauerlandkurier.de/hochsauerlandkreis/arnsberg/sage-lederne-bruecke-arnsberg-6987640.html

Bildnachweis:

  • Arnsberg Schlossruine: © Thomas Reimann, REIMEDIA