Als Höhlenforscher im Sauerland unterwegs

Als Höhlenforscher im Sauerland unterwegs

Foto: Attendorner Tropfsteinhöhle © Uwe Mahnke, fotolia.com

Höhlen üben eine eigenartige Faszination aus. Das Sauerland verfügt über mehrere Höhlen, die touristisch erschlossen sind und zu einem besonderen Ausflug einladen. Unter dem Oberbegriff Sauerland-Höhlen hat man fünf Schauhöhlen zusammengefasst und sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: die Bilsteinhöhle in Warstein, die Balver Höhle und die Reckenhöhle in Balve, die Heinrichshöhle in Hemer und die Dechenhöhle in Iserlohn.

Die Dechenhöhle wurde im Jahre 1868 zufällig von Bahnarbeitern entdeckt. Berühmt sind ihre Stalagmiten und Stalaktiten, die von dem außergewöhnlichen Tropfsteinreichtum zeugen. Auch prähistorische Tierfunde sind zu bestaunen. Das überaus informative Deutsche Höhlenmuseum Iserlohn sollte bei dieser Gelegenheit ebenfalls besucht werden.

Die beeindruckende Balverhöhle stellt eine mit ihren gigantischen Ausmaßen der größten offenen Hallenhöhlen Europas dar. Die Haupthöhle ist bis zu 11 Meter hoch, 18 Meter breit und knapp 90 Meter lang. Darüber hinaus ist sie als Fundstelle archäologischer Zeugnisse von unschätzbarem Wert für die Erforschung der Kulturen, die sich in der mittleren Altsteinzeit in dieser Region entwickelt haben, denn hier hausten neben diversen längst ausgestorbenen Tieren wie dem Höhlenbären auch Neandertaler. Heute wird die Höhle unter anderem für Veranstaltungen genutzt, Akustik und Ambiente sind einzigartig.

Mehrere hundert Meter misst der Führungsweg, der den Besucher durch die Reckenhöhle geleitet. Von der großen Haupthalle ausgehend gelangt der Besucher zum „Paradies“ und weiter zur „Kapelle“. Der Weg durch diese Kalksteinhöhle mit ihren wunderbaren Versteinerungen und Tropfsteinen ist barrierefrei. Die Reckenhöhle ist in das Programm „Heilstollentherapie“ eingebunden.

Die Heinrichshöhle begeistert mit ihren fantastischen Tropfsteingebilden und ihren bis zu 20 Meter tiefen Klüften. Auch diese Höhle wurde vor eiszeitlichen Tieren bewohnt, was zahlreiche Knochenfunde belegen. Imposant sind das Skelett eines Höhlenbären, das stolze 2,35 Meter misst und das lebensgroße Modell eines solchen Höhlenbären.

Eingebettet in sanfte Hügellandschaft des Bilsteintales, das allein schon mit seinem Wildpark, den mächtigen Felsen und den Wanderwegen einen Ausflug wert ist, liegt die Bilsteinhöhle. Das unterirdische Labyrinth besticht mit seinen außergewöhnlichen Tropfsteinformationen.

Bildnachweis:

  • Attendorner Tropfsteinhöhle: © Uwe Mahnke, fotolia.com